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Martin Rütter in der Smeura

18. April 2026

Gemeinsam mit Adoptieren statt Produzieren

Am 17. April 2026 hatten wir hohen Besuch in unserem Tierheim Smeura: Martin Rütter höchstpersönlich kam zu uns nach Rumänien, gemeinsam mit seinem Team und seinem Verein Adoptieren statt Produzieren e.V..

Erste Station: Die Smeura Klinik

Unser 1. Vorsitzender, Matthias Schmidt führte den Besuch durch alle Bereiche und zeigte alle Aspekte unserer Tierschutzarbeit auf. Als allererstes ging es in unsere Smeura Klinik, denn Martin und sein Team waren in tierischer Begleitung angereist. Carsten, ein Welpe, den sie zuvor allein an einer Müllkippe aufgefunden und gerettet hatten, musste dringend untersucht und Erstversorgt werden. Unser Tierarzt Dr. Adrian Stamate kümmerte sich umgehend um den Kleinen. Ein Update zu Carsten finden Sie unter anderem auf unseren Social-Media-Kanälen, wie hier auf Instagram. Nach dem Besuch der Klinik und unserer Verwaltung lernte Martin Rütter in unseren Sozialisierungszimmern oberhalb der Krankenstation unsere wundervollen Seniorenhunde kennen, die sich ebenfalls sehr über den Besuch freuten und sich aktiv an den intensiven Gesprächen beteiligten.

Hinaus in die Paddocks

Dann ging es hinaus in die Paddockanlagen, wo der Großteil unserer mehr als 6.000 Schützlinge untergebracht ist. Man ging in Tuchfühlung mit unseren Schützlingen und stellte fest: “Sehr, sehr viele Hunde hier sind völlig unkompliziert und könnten in Deutschland ein schönes Leben haben.” Martin Rütter war begeistert von unserem Erfolg, so unvorstellbar viele Hunde sicher und erfolgreich zu gruppieren. Das hob er später auch in seinem Fazit, welches wir auf Social Media zeigten, noch einmal hervor.

Ins Herzstück des Waldrefugiums

Im Versorgungszentrum unseres Waldrefugiums ging es hoch hinaus in unser Tiny House. Von dort aus beobachten die zuständigen Tierpfleger stets die Hunde, um die Gruppendynamik in den insgesamt vier großen Freiläufen bestens im Blick zu haben. Besonders in Neugruppierungsphasen sind hier immer wieder Nachtschichten von Nöten, weshalb das Tiny House auch mit einer Liege ausgestattet ist. Martin Rütter und Team konnten sich von dort aus einen Überblick über unser Herzensprojekt für traumatisierte und unvermittelbare Hunde verschaffen.

Auf zu den Jüngsten

Von dort aus ging es zurück zum Eingangsbereich unseres Tierheimes. Dort, direkt am Wasserturm, befinden sich unsere Welpenspielplätze zur Sozialisierung der jüngsten Hunde in unserer Obhut. Martin sprach später davon, dass dies die besten Spielplätze seien, die er gesehen habe. Vor allem von unserer Autoattrappe war er begeistert, die es den Hunden ermöglicht in entspannter Atmosphäre und spielerisch mit den in unserer Menschenwelt so wichtigen Fortbewegungsmitteln in Berührung zu kommen.

Kastrations- und Registrationszentrum

An unserem Fuhrpark von inzwischen 8 Kastrationsmobilen vorbei ging es schlussendlich noch in unser Kastrations- und Registrationszentrum. Dies haben wir im Jahr 2024 zwischen die städtische Tötungsstation und unser Tierheim Smeura gebaut. Damit hauchten wir unserer Forderung #KastrationStattTötung (Umrüstung aller Tötungsstationen in Kastrations- und Rregistrationszentren) auf eindrückliche Weise Leben ein.
Ein symbolträchtiger und hoffnungsvoller Ort, der auch unserem Team etwas (emotionalen) Abstand zu dem grausamen Ort (Tötungsstation) direkt vor unseren Toren verschafft. Im laufenden Betrieb konnten sich Martin Rütter und sein Team einen Eindruck von unserer Kastrationsarbeit machen. Die exponentielle Vermehrung verlangt uns einen Wettlauf gegen die Zeit ab. Matthias Schmidt erklärte, dass wir mit dem täglichen Angebot der kostenlosen Kastration so serviceorientiert wie möglich agieren, um so viele Eingriffe wie möglich realisieren zu können. Allein in 2025 konnten wir 37.986 Kastrationen ermöglichen und damit die Entstehung von unzähligem neuem Tierleid effektiv verhindern.

Das Fazit

Martin Rütter schilderte am Ende des Tages seine Eindrücke wie folgt: “Ich bin total beeindruckt und an machen Stellen möchte ich mich wirklich in den Staub schmeißen. Was ihr hier leistet, ist schon wirklich oberamtlich!”. Er benannte unsere Tierschutzarbeit nicht nur als mit dem Herzen, sondern auch mit Sinn und Verstand umgesetzt. All unser Tun sei sehr klar. Auf die Frage hin, wie er unser Modellprojekt zur flächendeckenden Kastration einstuft, erwiderte Martin, dass er fest daran glaube und er hoffe, dass die Politik davon überzeugt werden kann, dies landesweit umzusetzen.
6.000 Hunde an einem Ort habe er sich zuvor schlimmer vorgestellt. Natürlich ist es nicht ideal, wenn so viele Hunde auf engem Raum untergebracht werden müssen. Er wisse aber, dass es nicht anders gehe und sei überzeugt, dass wir das Beste aus den Gegebenheiten machen. Martin hob lobend hervor, wie beeindruckt er von der gelingenden Vergesellschaftung der Hunde sei. Dass es die absolute Ausnahme ist, dass ein Hund mal alleine sitzen muss, bezeichnete Rütter als “konzeptionell etwas ganz Großes!”.

Mehr im Podcast

Seine persönlichen Eindrücke vom Besuch in unserem Tierheim Smeura schildert Martin Rütter auch noch einmal in seinem Podcast “Tierisch Menschlich” in der Folge “Martins Tierschutzreise” vom 22. April 2026. Auf seinen Kanälen werden noch weitere Beiträge folgen, denn das Team hat fleißig gefilmt und viele Eindrücke festgehalten. Wir sind schon ganz gespannt.

Im Namen unserer mehr als 6.000 geretteten Hunde möchten wir uns auch hier noch einmal von ganzem Herzen für den Besuch und die Aufklärungsarbeit zum Thema “Adoptieren statt Prodzieren” bedanken. Gemeinsam stehen wir für die ein, die keine Stimme haben!