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Kastration statt Tötung!

25. Februar 2026

Gemeinsame Pressemeldung mit dem Deutschen Tierschutzbund

Durch die öffentlichkeitswirksame Initiative von Content Creator Nathan Goldblat hat die Tötung von Straßenhunden in Rumänien in den letzten Wochen große Aufmerksamkeit in den sozialen Medien erlangt. Eine TV-Dokumentation wird folgen. Doch die thematisierte Problematik ist keineswegs neu. Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich gemeinsam mit seinem Mitgliedsverein Tierhilfe Hoffnung seit zehn Jahren unermüdlich gegen die Hundetötungen in Rumänien ein.

„Die grausame und sinnlose Tötung von Straßenhunden in Rumänien muss ein Ende haben“, fordert Jürgen Plinz, Präsidiumsmitglied des Deutschen Tierschutzbundes und Board Member des europäischen Tierschutz-Dachverbands Eurogroup for Animals. Der auch in Fachkreisen immer wieder diskutierte Verdacht, dass die Hundetötungen in Rumänien auch durch EU-Steuergelder finanziert würden, konnte bisher weder bestätigt noch zweifelsfrei ausgeräumt werden.

„Auch, wenn die EU versichert, keine Tötungsstationen direkt zu finanzieren, bleibt sie in der Verantwortung. Sollte sich herausstellen, dass Rumänien tatsächlich EU-Fördergelder für Wirtschaft, Tourismus oder zur Tollwutprävention missbräuchlich für die Finanzierung von Fangdiensten oder Tötungsstationen einsetzt, muss die EU diese Mittel stoppen, bis Rumänien Transparenz geschaffen hat“, fordert Plinz. „Steuergelder der europäischen Bürgerinnen und Bürger dürfen weder direkt noch indirekt in solche grausamen Praktiken fließen.“

Kastration als Schlüssel zum Populationsmanagement

Nach vielen Jahren des politischen Engagements haben der Deutsche Tierschutzbund und die Tierhilfe Hoffnung im Jahr 2024 ein Modellprojekt im rumänischen Landkreis Argeș auf den Weg gebracht, das einen bewährten und tierschutzgerechten Weg als Alternative zu den Tötungen aufzeigt. Mit derzeit bis zu 40.000 Kastrationen pro Jahr, der Einbindung der Bevölkerung und durch die Unterstützung der nationalen und lokalen Veterinärbehörden ist das Projekt auf einem vielversprechenden Weg. „Die Kastration ist der Schlüssel im Kampf gegen Leid und Tod der Straßenhunde. Im besten Fall schaffen wir es langfristig, die mehr als 140 Tötungsstationen in Rumänien zu Kastrationszentren umzuwandeln“, sagt Matthias Schmidt, Vorsitzender der Tierhilfe Hoffnung. Der Verein betreibt in Rumänien das weltgrößte Tierheim, in dem derzeit rund 6.000 Hunde untergebracht sind: die Smeura.

Hinweis an die Redaktionen:
Bei einer von Content Creator Nathan Goldblat organisierten Protestaktion gegen die Hundetötungen in Rumänien demonstrieren heute auch der Deutsche Tierschutzbund und die Tierhilfe Hoffnung mit weiteren Tierschutzorganisationen und Tierschützern vor dem EU-Parlament in Brüssel. Bei einer anschließenden Pressekonferenz wird u.a. Matthias Schmidt, Vorsitzender der Tierhilfe Hoffnung, auf dem Podium sitzen und über das gemeinsame Modellprojekt mit dem Deutschen Tierschutzbund berichten.

+++ Nachtrag+++

Unterstützung durch bekannte Persönlichkeiten

Die Demonstration und Protestaktion hat viele internationale Tierschutzvereine zusammengeführt, denn nur gemeinsam ist man stark! Sebastian Everding (MEP Europäisches Parlament) bot mit seinen Räumlichkeiten und seiner Expertise eine Plattform für die Vernetzung und Bündelung der Kräfte. Zusätzlich erhält die Kampagne Unterstützung durch bekannte Persönlichkeiten wie Hannes Jeanicke und Content Creatoren mit großer Reichweite: Initiator nathan.goldblat sowie lenaroth, Aljosha, Pikayzo, nikasofie und weitere.

#KastrationStattTötung in den Sozialen Medien

Über unsere Social-Media-Kanäle haben auch wir nach der Protestaktion ein erstes Posting veröffentlicht. Dieses ist hier auf den folgenden Plattformen zu finden: Facebook, Instagram und TikTok
Viele weitere Postings zu diesem Protesttag werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Um keines davon zu verpassen, folgen Sie gerne unseren Kanälen.

Wir brauchen auch Ihre Hilfe!
Wir können jegliche Hilfe gebrauchen, um unsere Forderungen bei den Verantwortlichen in der Politik zu platzieren. Bitte unterstützen Sie uns zusätzlich, indem Sie in den jeweiligen Social-Media-Portalen alle Postings mit dem Hashtag #KastrationStattTötung liken, teilen und kommentieren. Bitte fordern Sie in den Kommentaren die EU, verantwortliche Politiker und die rumänischen Behörden auf, zu handeln. Je nach Plattform sind das folgende Profile:

@European Commission
@Europäische Kommission – Vertretung in Deutschland
@Romania in EU / România în UE
@eukommission
@ep_romania
@serafin_eu
@OliverVarhelyi
@michaelmcgratheu
@raffaelefitto

Auch in Rumänien selbst ist gerade viel in Bewegung. Am 22.Februar 2026 demonstrierten rund 5.000 Menschen vor dem Parlament in der Hauptstadt Bukarest …für Aufklärung, für Gerechtigkeit, für mehr Transparenz, für Kastrieren anstatt Töten. Auch unser Smeura-Team war mit dabei. Mehr dazu finden Sie ebenfalls auf unseren Social-Media-Kanälen, wie hier zum Beispiel auf Instagram unter dem Titel: Rumänien ist aufgewacht!

Im Namen unserer mehr als 6.000 geretteten Straßenhunde von Herzen danke an alle, die gemeinsam mit uns dafür kämpfen, dass das sinnlose Töten unschuldiger Seelen endlich endet!